GIF

Die hohe Kompatibilität sowie Features wie Animationsfähigkeit, Interlacing und Transparenzfähigkeit zeichen das GIF-Format aus. Jedoch beschränken die Begrenzung auf 256 Farben und der Kompressionsalgoritmus den Einsatz auf Zeichnungen und Grafiken mit wenigen Farben und klaren Farbübergängen. Für Fotos ist GIF darum nicht zu empfehlen.
 

GIF-Export unter Adobe Photoshop 7
Video-Tutorial
Dauer: 9.22 min
Dateigröße: 7,9 mb

GIF & Transparenz in Photoshop 7
Video-Tutorial
Dauer: 6.01 min
Dateigröße: 6,3 mb

Animierte GIFs unter Adobe ImageReady
Video-Tutorial
Dauer: 16.40 min
Dateigröße: 15 mb

Benötigt Quicktime.


 
Die Versionen des GlF-Formats (GlF87 und GIF89a) bezeichnen das Jahr, in dem die Standards eingeführt wurden. Aufgrund der deutlich erweiterten Möglichkeiten des GIF89a-Formats hat es das GlF87-Format fast vollständig verdrängt. Im Folgenden wird daher vom neueren Format ausgegangen.

Die Kompression des GlF-Formats basiert auf dem LZW-Algorithmus (Lempel, Ziv, Welch - die Entwickler) und ist eine sog. Lauflängenkodierung. Anstatt alle Bits der Datei explizit abzuspeichern, wird hier nur die Anzahl der aufeinander folgenden Reihen gleicher Bits gespeichert. Da nur exakt gleiche Farbwerte komprimiert werden, ist diese Art von Kompression verlustfrei, das heißt, die Qualität des Bildes wird nicht beinträchtigt. Aus diesem Grund ist sie aber nur bei Grafiken mit großen, einfarbigen Flächen effektiv. Bei Fotos oder Grafiken mit vielen Farben und weichen Übergängen erzielt das GIF-Format deshalb nur minimale Kompressionsraten.

Horizontale Farbveränderungen erzeugen größere Dateien als Farbveränderungen, die vertikal verlaufen.


 
Zeile 5:
2 x B, 6 x C, 2 x W, 6 x C, 2 x B

Zeilen 6 - 17 = Zeile 5

 

Farbtabelle
Eine GIF-Grafik kann nur eine Farbtabelle mit maximal 256 verschiedenen Farbwerten abspeichern. Sie hat direkte Auswirkungen auf die Dateigröße, das heißt, je größer die Farbpalette, desto größer die Datei. Gute Grafik- und Bildbearbeitungsprogramme beherrschen das schrittweise Setzen der Farbtiefe, wodurch die mit gespeicherte Palette und damit die Dateigröße individuell angepaßt werden kann. Weiterhin ermöglichen sie die Generierung verschiedener Farbpaletten nach diversen Standards oder individuellen Benutzervorgaben.
Dabei stehen allerdings nur die gespeicherten Farben zur Anzeige zur Verfügung, unabhängig vom verwendeten Rechnersystem. Daher gilt es, diese Farbpalette sorgfältig den verwendeten Bildern anzupassen.
SO SIEHT'S AUS

Dithering und Rastern
Eine andere Variante der Farbanpassung ist das sogenannte Dithering oder Rastern. Dabei werden Farben, die nicht in der Palette vorhanden sind, durch das pixelweise wechselnde Mischen vorhandener Farben dargestellt. Dabei entstehen optisch sichtbare Raster. Browser dithern automatisch, wenn zum Beispiel ein Bild mehr Farben enthält, als das verwendete System anzeigen kann. Dithering ist mit Vorsicht zu genießen. Zum einen wird die Dateigröße erhöht, da kaum Pixel mit gleichen Farbwerten aufeinanderfolgen (siehe GlF-Kompression). Zum anderen entstehen teilweise scheckige Flächen in Farbübergängen.
SO SIEHT'S AUS
 
 
Interlace
Wird ein GlF-Bild mit der Option Interlaced gespeichert, so werden die Pixel in nicht-linearer Reihenfolge, also gestreut, gespeichert. Diese Datei wird blockweise an den Browser übertragen und erlaubt die relativ schnelle Anzeige einer Grobansicht, die beim Eintreffen der weiteren Datenblöcke verfeinert beziehungsweise vervollständigt wird. So erhält der Betrachter den subjektiven Eindruck eines schnelleren Seitenaufbaus.

GRAFIK OHNE INTERLACE (142 kb)

GRAFIK MIT INTERLACE (62 kb)

 
Transparenz
Eine blauer Kreis, auf Weiss geglättet, der Rest der Grafik ist transparent:

DETAIL:
GLEICHE GRAFIK AUF SCHWARZEM HINTERGRUND
 
 
 
Animation

Das GIF-Format kann animiert werden. Hierbei können eine beliebige Anzahl einzelner Animationsphasen hintereinander geschaltet werden (ähnlich einem Daumenkino). Die Animation wird als eine Datei abgespeichert.

Folgende Einstellungen können dabei definiert werden:

  • einmaliges Abspielen (bleibt auf letztem Bild der Animation stehen) oder durch Anzahl definierte Wiederholung der Animation bzw. unendliche Wiederholung.
  • Dauer der Darstellung der Einzelbilder (kann bei Bedarf für jedes Einzelbild der Animation einzeln Definiert werden.

Eine Animation kann sowohl interlaced sein als ach einen Alphakanal beinhalten. Gif-Animationen neigen dazu, schnell recht große Dateivolumina zu bekommen. Bei komplexen oder großflächigen Animationen sollte Flash verwendet werden, auch für Videos ist das GIF-Format ungeeignet. Sein Vorteil liegt in der Darstellung von Animationen in jedem Browser ohne zusätzliche Plug-Ins.