Publizieren eines Webprojekts

 

Video-Tutorial zum Thema FTP
Dauer: 7.09 min
Dateigröße: 6,6 mb

Benötigt Quicktime.

Ist ein Webprojekt fertig umgesetzt und reif für die Publikation, müssen die Daten zur Veröffentlichung auf einen sog. Webserver übertragen werden. Hierbei handelt es sich um einen (normalerweise) sehr leistungsfähigen Rechner (Betriebssystem Linux, Unix, Windows 2000/XP P., Mac OS X), auf dem spezielle Programme laufen, die es erlauben, Dokumente über spezielle Protokollschnittstellen bereit zu stellen. Unabdingbar ist hierfür, dass der Webserver über eine Breitbandleitung ohne Unterbrechung mit dem Internet verbunden ist (die größte Sünde eines Webservers besteht darin, abzustürzen oder einen Neustart notwendig werden zu lassen, Ausschalten ist ein Tabu).

Um Websites anzubieten werden auf einem definierten Bereich einer Serverfestplatte (Partition) Ordner/Verzeichnisse angelegt, die mit Leserechten für alle Gäste freigegeben wurden. Domains (z.B. www.testdomain.de) werden über ihre IP-Adresse direkt mit diesem speziellen Verzeichnis auf der Festplatte verknüpft. Alle Verknüpfungen, die für einen konkreten Webserver gelten, sind in einer Textdatei auf ihm abgelegt, verschiedene Programme greifen auf diese zu. Gibt ein User auf seinem Rechner die Domain www.testdomain.de ein, wird er über die IP-Adresse direkt mit dem speziellen Verzeichnis auf einem Server verbunden und ruft Daten ab, die in diesem Verzeichnis abgelegt wurden.

Bei Websites sucht ein Server bei Anfragen über eine Domain (z.B. www.testdomain.de) zuerst das hiermit verknüpfte verzeichnis, dann Dateien mit dem Dateinamen index.htm, index.html oder auch home.htm, bzw. home.html um diese dem Client (Browser) zu senden. Daher sollte die Startseite/das Startdokument eines Webprojekts immer einen dieser vier Dateinamen besitzen.

Um ein fertig erstelltes Webprojekt zu publizieren, müssen die Dateien auf diesen Webserver in ein spezielles Verzeichnis transferiert werden. Dieser Webserver kann u.U. an das firmeneigene Netzwerk angebunden sein oder aber es handelt sich um einen Rechner, der irgendwo auf dem Globus aufgestellt sein kann. Im zweiten Fall müssen die Dateien via FTP (FileTransferProtocol) übertragen werden. Dazu wird spezielles Programm, ein sog. FTP-Client benötigt. Er dient dazu, sich beim Server anzumelden und möglichst bedienungsfreundlich Dateien zu übertragen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob sich der entfernte Rechner im Gebäude um die Ecke oder auf der anderen Seite der Erdhalbkugel befindet.

Im Grunde genommen passiert bei FTP nichts anders, als Datein von der eigenen Festplatte auf eine andere Festplatte zu kopieren, nur das die andere Festplatten in einem anderen Rechner untergebracht wurde und (normalerweise) die Infrastruktur des Internet als Übertragungsweg Verwendung findet.

Um Daten auf einen Server kopieren zu können, muss man sich beim Server ausweisen, d.h. mittels Benutzername und Passwort seine Berechtigung signalisieren, auf das Verzeichnis XY zugreifen zu können und nicht nur Lese-, sondern auch Schreibrechte zu besitzen. Die Login-Daten hierfür werden grundsätzlich vom Provider (Besitzer und Administrator der Servermaschine) gestellt.

Bei der Übertragung der Daten gibt es zwei Übertragungsmöglichkeiten, die bei jedem FTP-Client eingestellt werden können:

Binär
Dient zur Übertragung von Grafiken/Medienformaten (Flash, Video)/ HTML-Dokumenten. Skripte in Perl oder C++ (sog. CommonGatewayInterface.cgi) dürfen nicht binär übertragen werden, sie werden so zerstört/funktionieren nicht mehr.

ASCII
Dient zur Übertragung von CGIs. Grafiken und Medienformate werden bei dieser Übertragungsform zerstört.

FTP-Clients
Mac: z.B. Transmit
Windows: z.B. WS-FTP

Hochwertige HTML-Editoren wie Macromedia Dreamweaver oder Adobe Golive enthalten einen eigenen FTP-Client, der allerdings nur einen eingeschränkten Funktionsumfang besitzt.